Sonntag, 6. Mai 2012

Corel After Shot Pro

Nachdem ich wieder auf Linux als Basis Betriebssystem umgestiegen bin (http://mydevrand.blogspot.com/2012/04/ubuntu-1204-lts.html) betreibe ich Lightroom aktuell in einer VM. Das ist durchaus unpraktisch aber es funktioniert und ist auch von der Performance vertretbar.

Wenn man auf Linux umsteigt will man natürlich nicht dauernd weiter mit Windows Programmen arbeiten wenn es etwas nativ unter Linux gibt das den Use Case ebenso abdecken kann.

Mit Corel After Shot Pro habe ich denke ich genau den Ersatz gefunden den ich gesucht habe!



Das Tool ist noch relativ neu am Markt und wer erwartet, dass alles was in LR4 geht auch damit geht wird leider ein paar Abstriche machen müssen. Ich versuche einige Kernpunkte anzuschneiden ohne zu sehr ins Softwaredetail zu gehen.


  • Collections - After Shot hat auch Collections wie LR aber man muss diese nicht verwenden. Man kann 1:1 direkt aus dem Dateisystem loslegen. Das ist einerseits ganz angenehm, andererseits ungewohnt und anders (einfach mal wertfrei festgestellt).
  • Performance - After Shot ist gefühlt schneller als LR aber das kann auch damit zusammen hängen, dass etwas weniger Funktionalität vorhanden ist oder, noch wahrscheinlicher, die VM etwas Leistung bremst.
  • Funktionen - Wer mit LR3 arbeitet wird nicht viel Unterschied feststellen wenn es um das Bearbeiten eines RAWs geht. In LR4 wurde ja das RAW Processing etwas geändert und da ist natürlich ein Unterschied vorhanden.

Was mir fehlt - eventuell habe ich es nur noch nicht gefunden:
  • Dual Monitor Support
  • Watermark beim Export
  • Custom Toolboxes oder bessere Anpassung der vorhandenen
  • Kleinkram den man aus LR gewohnt ist (Overlay Informationen,...)

Aktuell muss ich sagen mir gefällt das Ding und wenn mir nicht während der Trial Periode grobe Probleme auffallen werde ich das wohl kaufen! Allein wegen dem Linux Support bin ich schon fast sicher ;)

Ich werde jetzt noch mit den Fotos vom Wochenende weiter machen dann könnt jeder selber entscheiden ob es gut ist.

Ein Testbild muss aber schon gleich sein:

PS:
Dieses Wochenende habe ich zum ersten mal ein Weitwinkel Objektiv so richtig schmerzlich vermisst. Habe mich dann auch gleich auf die Suche begeben und momentan ist mein Favorit das hier:
Tokina AT-X 12-24mm/f4.0 Pro DX II

Wer zu viel Geld hat und mir etwas schenken will kann sich hier gerne etwas aussuchen :)
Amazon Wunschzettel


EDIT:
So After Shot Pro gekauft! Alleine der Linux Support ist das Geld wert und die Umstellung geht recht schnell.
Das Manual habe ich noch vor mir aber ich denke da werden auch noch einige Dinge klarer wenn man das mal durchgelesen hat. Und ich habe mir sagen lassen, dass es natürlich ein Plugin gibt mit dem man ein Watermark machen kann ... mal schauen.


Edit 2:
Ich muss leider zugeben, dass ich wieder bei Lightroom gelandet bin. Der gesamte Workflow ist dort leider einfacher und schneller. Gerade wenn man mehr Fotos zur Bearbeitung hat ist der Zeitfaktor einfach ein Killer. 
Ich verwende After Shot immer noch aber eher für schnelle Edits bzw Single Exports. Das Produkt ist gut aber kann in letzter Instanz, für mich, leider nicht mit Lightroom mithalten. Der Linux Aspekt ist Hammer aber dafür bin ich nicht gewillt das Mehr an Zeit zu investieren.

Kommentare:

  1. UWW: ich hätte das 11-16 genommen, der Rest bedarf keiner Ergänzung ..

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  2. @Mario: Das hatte ich auch mal im Auge. Mir geht es beim WW hauptsächlich um Landschaftsaufnahmen und da ist eine durchgängig Blende 4 auf jeden Fall genug da man normalerweise sowieso deutlich mehr abblendet.
    Wirklich entschieden habe ich mich noch nicht und 12-24 bietet eigentlich einiges an Potential während 11-16 schon fast eine Fixbrennweite ist :D

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