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Samstag, 22. März 2014

Think Tank TurnStyle 10 - Review

Nachdem der Frühling mittlerweile da ist, steige ich für den Weg zur Arbeit wieder auf das Fahrrad um. Der Weg zu meiner neuen Firma ist zwar länger aber er führt großteils über den Donauradweg und da gehe ich davon aus, dass sich immer wieder gute Gelegenheiten für Fotos bieten. Die Kamera soll also auf jeden Fall mit und dabei auch leicht zu erreichen sein.

Es ist ja nicht so, dass ich nicht bereits eine Auswahl an Fototaschen hätte, aber nichts was sich für diesen Zweck wirklich eignet. Umhängetaschen sind beim Radfahren suboptimal weil sie nach vorne rutschen. Beim Rucksack besteht die Gefahr nicht, aber dafür muss ich fast absteigen um an die Kamera zu kommen was natürlich auch nicht so toll ist.

Wie ich früher schon mal angemerkt habe, mag ich die Taschen von Think Tank Photo sehr gerne. Die Retrospective 20 ist Hammer und deshalb war auch diesmal mein erster Weg deren Webseite. Gelandet bin ich bei der Turn Style 10.

Für mich war wichtig, dass die Tasche noch eher klein ist aber die D800 sollte trotzdem auch mit dem 24-70 rein passen. Auf der Webseite wird für die 10er Variante extra angegeben, dass eine Kamera mit diesem Objektiv Platz hat.



Es geht sich wirklich aus aber mann muss schon auch zugeben, dass, zumindest bei aufgesteckter Sonnenblende, damit kein 50mm mehr rein passt. Dreht man die Sonnenblende um mag es sich ausgehen aber es ist knapp.  Kein Grund sich aufzuregen denn meine Anwendung ist damit gesichert!


Ich verwende ja sehr gerne Fixbrennweiten und die haben super Platz. Auf dem Foto ist das Sigma 35mm 1.4 angesetz und das Nikon 50mm liegt daneben. Das passt perfekt für mich.

Es gibt dann noch vorne entlang eine Tasche mit einigen kleinen Fächern die man sogar mit Klettverschluss verschließen kann. Ein Ersatzakku, Stift, ein kleiner Block oder das Handy haben perfekt Platz. Auch im Inneren gibt es nochmal ein Fach aber das ist wohl nur bei der Verwendung einer kleineren Kamera sinnvoll nutzbar. Auch wenn man es nicht nutzt, stabilisiert es die gesamte Tasche. 

Ein ganz praktisches Feature ist, dass man den Schultergurt unten auch an einer anderen Stelle anbringen kann und man damit eine Bauchtasche erhält. Ich bin mir nicht sicher ob ich das jemals machen werde aber die Option finde ich gut.

Man sieht es auf dem Foto nicht sehr gut aber der Haken mit dem man den Gurt umstellt, ist mit einem Metallbügel gesichert.

Generell ist die Verarbeitung, wie von Think Tank gewohnt, sehr gut und es wurde nicht an Details gespart. So findet man in einer kleinen Tasche hinter der Lasche für den Bauchgurt einen Regenschutzmantel um die Tasche, und vor allem den Inhalt, auch vor dem stärksten Regen zu schützen. So lobe ich mir das!

Für mich ist es irrelevant aber erwähnen möchte ich es trotzdem. Auf der Hinterseite ist noch ein Fach für ein kleines Tablett (in der Dimension 7" bis iPad mini). Man kann da natürlich auch die Geldtasche oder was auch immer rein packen ;)

Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte mal bei sagafoto vorbei schauen. Mein üblicher erster Weg war Amazon aber da gibt es Think Tank fast nur über irgendwelche Marketplace Händler aus irgendwo. Mein Fotoladen hier in Linz hat leider überhaupt nichts von Think Tank :/ Nunja sagafoto ist direkt Partner von Think Tank und hat das gesamte Sortiment. Sehr freundlich und schnell - sie haben zuerst geschrieben, dass es wohl eine Woche dauert bis sie die Tasche haben aber nach 3 Tagen war sie schon unterwegs zu mir. Super Laden wo ich sicher wieder mal vorbei schaue...

Jetzt muss nur das Wetter so schön bleiben! Bald gibt es hier dann wohl mehr Fotos vom Donauradweg bzw. überhaupt von meinem Arbeitsweg :D


Sonntag, 8. September 2013

Review: Sigma 35mm F1.4 DG HSM | A

Heute geht es um das Sigma 35mm F1.4 DG HSM | A - Amazon

Ich habe schon immer sehr gerne Fixbrennweiten genutzt, hauptsächlich wegen der fixen Brennweite ( :D ) weil man dadurch bewusster abdrückt. Ein gutes Zoom ist heute optisch sicher gleichwertig, etwa das 24-70, aber man fotografiert anders damit. Man hält einfach drauf, dreht am Zoom und dann passt das schon. Stimmt ja grundsätzlich auch aber mit einer fixen Brennweite muss man eben zumindest den Frame anpassen und dadurch rückt die Komposition mehr ins Zentrum. Außerdem kenne ich kein Zoom das auf Belende 1.4 aufmacht ;)

Ich hatte eigentlich lange das 85mm 1.4 höher auf meiner Wunschliste aber nachdem ich mal geschaut habe welchen Brennweitenbereich ich am öftesten nutze, war doch 35mm vorne.

Eigentlich wollte ich das original Nikon 35mm 1.4 und darauf habe ich auch hin gespart - der Preis ist schon heftig. Dann sind die Reviews zum neuen Sigma aufgetaucht und ich habe sie vorerst mal ignoriert - Sigma hat ja nicht gerade den besten Ruf gerade was die Toleranzen in ihrer Produktion angeht.
Zuletzt habe ich mir dann die Reviews wirklich mal vorgenommen und die waren sich fast vollständig einig, dass das neue Sigma nicht nur mit den Originalen von Nikon und auch Canon mithalten kann, sondern sie sogar teilweise übertrifft.

Etwas herum überlegt habe ich schon noch aber als ich das Objektiv dann in meinem Fotoladen in der Hand und an der Kamera hatte, waren die Zweifel schnell zerstreut.

Verarbeitung:
Das Objektiv ist nicht gerade ein Leichtgewicht was sowohl an dem vielen Glas als auch an dem Metall liegt das verbaut wurde. Generell ist die Verarbeitung knapp am Nikon Niveau und es fühlt sich super wertig an. Der Fokusring dreht präzise und leicht aber auch nicht zu leicht.
Insgesamt wirkt das Objektiv einfach stimmig! Die glatte Oberfläche passt zwar optisch nicht ganz an eine Nikon aber das schmälert in meinen Augen das Gesamtpaket nicht.
Bei der Sonnenblende bin ich nicht ganz sicher ob die ewig hält, aber das liegt wohl nur am Vergleich mit der vom 24-70 die ja eigentlich unzerstörbar ist. Ich würde sagen sie ist ähnlich der von anderen Nikon Objektiven ohne Goldring, schnappt aber sicherer ein.

Autofokus:
Bisher habe ich keine Situation erlebt in der der AF Probleme gemacht hätte. Er sitzt schnell und punktgenau. Im Vergleich zum 24-70 stinkt er etwas ab aber das ist wohl auch beim Nikon Original so und er ist definitiv schnell genug.
Ich hatte schon Shots bei 1.4 wo der Schärfebereich nicht da war wo ich wollte aber das war wohl meine Schuld. Die Blende 1.4 hat eben nur einen minimalen Schärfebereich (wenn man nahe genug ist) und wenn man sich nur minimal bewegt oder nicht genau genug ist, dann liegt der Fokus einfach daneben.

Optik:
Die optischen Qualitäten lassen sich eigentlich in einem Wort zusammen fassen: beeindruckend!
Die Bilder sind auch auf Blende 1.4 knackscharf und das wird, wie es eben in der Natur der Sache liegt, durch Abblenden noch einmal besser. Ich habe die FSA Demo vollständig damit geschossen und das auch immer wieder auf 1.4 - selbst in der 100% Ansicht sind die Fotos super scharf und die Kontraste sauber ausformuliert. Auch die Farbwiedergabe stimmt und die Nachbearbeitung ist eine Freude weil man einfach fast nichts zu tun hat.

Ich mache generell keine Testchart Fotos aber wer darauf Wert legt kann mal hier einen Blick werfen: http://www.dpreview.com/lensreviews/sigma-35mm-f1-4-dg-hsm


Nutzung:
Ich denke ich werde das Objektiv für alles mögliche verwenden da mir die 35mm einfach gut liegen. Für Street ist es genial wenn auch nicht gerade ein Leichtgewich aber die Brennweite passt auch sonst oft. Die Blende 1.4 macht sich super mit der high ISO Kapazität der D800 und man bekommt Fotos von allem was man selber sehen kann. Klar ISO 6400 rauscht auch an der D800 aber das passt für mich.

Der kleine Schärfebereich von 0.5cm bei den minimalen 30cm Entfernung zum Ziel ist schon recht beeindruckend klein aber wenn man sich etfernt wird das schnell mehr. Bei 1 Meter sind es fast 7cm und bei 2m ist man schon bei 27cm, bei 5m fast 2m scharf. Man kann also durchaus auch mit Offenblende arbeiten ohne nur das Auge scharf zu bekommen.

Das Bokeh ist nicht zu verachten auch wenn es nicht an die längeren Linsen und dern Kompression heran kommt. Ich finde es wirklich sehr ansprechend und nutze unscharfe Hintergründe sehr sehr gerne. Gerade in dieser Brennweite ist das keine Selbstverständlichkeit und die Fotos bekommen einen besonderen Touch.


An der D800 sieht das dann so aus (sorry nur vom Tel geschossen):














Wie gesagt, klein ist die Linse sicher nicht aber im Vergleich zum 24-70 passt die Größe ;)
Das Gewicht ist recht gut ausbalanciert an der D800.

Testshots:
Die Fotos sind alle bei Offenblende, also f1.4, gemacht.







Fazit:
Ich mag das Ding! In nächster Zeit sicher mein neues Immer-Drauf wenn ich nicht einsatzbedingt ein Zoom brauche ;)
Ein billiges Objektiv ist das Sigma zwar auch noch nicht aber im Vergleich zum Original ist es ein Schnäppchen! Auch wenn ich keinen direkten Vergleich zum Nikon 35mm habe so sehe ich trotzdem nicht viel was man besser machen könnte. Ok Nikon ist noch spritzwassergeschützt aber ich denke damit kann ich leben und mache lieber Fotos anstelle weiter zu sparen um dann ein Feature mehr zu haben das ich eigentlich nicht brauche.

Wer ein 35mm an FX haben will ist hier bestens aufgehoben und, mal ehrlich, wer will das nicht?


Wie gesagt habe ich auch die FSA Demo damit geschossen und dort gibt es noch mehr Fotos: FSA Demo Wien


Samstag, 20. April 2013

Nikon AF-S 24-70mm f/2.8 Review

Nachdem ich das Nikon 24-70 (Amazon) nun seit einiger Zeit habe, möchte ich mein Review dazu schreiben. Ich werde hier wieder eher auf meinen subjektiven Eindruck zur Anwendung usw. eingehen denn technische Reviews gibt es schon genug und ich bin einfach kein Pixelpeeper.

Details gibt es zum Beispiel hier:
http://www.cameralabs.com/reviews/Nikon_Nikkor_AF-S_24-70mm_f2-8G_ED/
http://www.photozone.de/reviews/236-nikkor-af-s-24-70mm-f28g-ed-review--test-report

Ich verwende das Objektiv an der D800 und daran ist es einfach ein Traum. Ich habe zwar immer noch eine leichte Tendenz zu Fixbrennweiten aber im Vergleich zum Tamron 28-75 ist das Nikon doch deutlich mehr auf der Kamera. Ich hatte vorher meist das 50mm als Immerdrauf und dann das Tamron wenn ich eben flexibler sein wollte. Das 24-70 hat das 50mm sehr schnell verdrängt und auch wenn ich es immer wieder gerne nutze ist nun per default das 24-70 montiert.

Die Bildqualität ist, meiner Meinung nach, über jeden Zweifel erhaben. Auch mit Offenblende ist es schon wunderbar scharf und ab Blende 4 gibt es eigentlich nur noch mehr Tiefenschärfe. Die Farbwiedergabe ist sehr natürlich und ich habe es bisher erst einmal geschafft CA zu produzieren - hier muss ich zugeben, dass ich sehr weitwinkelig und sehr nahe an einer Blüte dran war die dann am Rand einen blauen Farbsaum hatte. Flare ist sehr schwer zu erzeugen - zumindest wenn man die Gegenlichtblende verwendet - ich habe es wirklich versucht ;)

Der absolute Traum ist der Autofokus! Ich hatte ja noch nicht so viele Linsen und auch nichts in dieser Preisklasse aber die Geschwindigkeit dieses AF zu überbieten ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Ich verwende üblicherweise den Single Fokus mit einem Fokuspunkt aktiv und dabei ist es geradezu lächerlich wie schnell der Punkt scharf steht. Hier hilft natürlich auch das sehr gute AF System der D800 mit das auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch punktgenau arbeitet aber anfahren muss den Punkt immer noch das Objektiv. Wer das noch nie gesehen hat dem empfehle ich einen Blick hier: http://youtu.be/2pH04J5gUzI

Im Continuos Mode kann man sich darauf verlassen, dass der ausgewählte Punkt wirklich im Fokus gehalten wird. Ich gebe zu, dass ich jetzt nicht Tennisbälle im Flug anvisiert habe aber ich denke auch das würde funktionieren. Es macht wirklich Spaß sich absolut keine Gedanken darüber machen zu müssen ob der AF mitkommt - er ist einfach auf den Punkt.

Etwas schmerzhaft ist nun nur immer der Wechsel auf das Tamron 70-200 f/2.8. Ich mag das Objektiv wegen seiner Abbildungsleistung aber der AF ist langsam. Wenn man nun das 24-70 gewohnt ist und dann das Tele ansetzt ist das schon fast schmerzhaft. Man arrangiert sich damit denn das Nikon 70-200 kostet eben um die 1800€. Mir war der langsame AF auch beim Kauf des Tamron bereits bewusst aber über Kurz oder Lang - eher Lang - wird es nun sicher ausgetauscht.


Der Brennweitenbereich ist an einem FX-Body der klassische Standardzoombereich. Man mag ja für manche Motive mehr Weitwinkel brauchen aber die 24mm sind schon sehr gut und man kommt im Normalfall aus. Mein Bedürfnis nach einem UWW hält sich auf jeden Fall in sehr engen Grenzen. An einem DX-Body sieht die Sache schon anders aus denn dann sind es eben gleich 36mm am kurzen Ende was zwar eine angenehme Brennweite ist aber so wirklich Weitwinkel hat man eben nicht. Die 70 am langen Ende sind ausreichend, den Unterschied auf die 75 des Tamron merkt man eigentlich nicht wirklich. 70mm ist zwar sicher oft zu kurz aber wenn man eine durchgängige Blende 2.8 will dann gibt es eben kein Superzoom und man Wechselt dann auf das 70-200. Eventuell bekomme ich irgendwann noch das 24-120 f/4 - einfach um im Reiseusecase nur ein Objektiv mitzunehmen aber das hat so überhaupt keine Priorität...

Ein Punkt der nicht zu vernachlässigen ist, ist das Gewicht. Das 24-70 bring ~900 Gramm auf die Wage und mit dem Gewicht der D800 ist das schon eine Größe die man einfach merkt. Ich habe mal versucht ein Bild von mir und meiner Freundin zu machen - Hand ausgestreckt und so gezielt - aber davon möchte ich wirklich abraten ;) Mit einer Point and Shoot geht das super aber diese Kombo kommt auf knapp 2kg und das ist suboptimal.

Trotzdem liegt die D800 mit diesem Objektiv perfekt in der Hand und ist in keinster Weise kopflastig. Ich mag durchaus etwas in der Hand haben beim Fotografieren und das Gewicht sorgt in normaler Fotohaltung auch für mehr Stabilität. Um den Hals wollte ich es nicht tragen aber das fand ich schon immer unangenehm - am Blackrapid ist das Gewicht mehr oder weniger egal.

Mit angesetzter Sonnenblende ist das Objektiv durchaus imposant. Das hat den Vorteil, dass gerade in der Stadt die Leute gleich mal stehen bleiben um ja nicht ins Bild zu laufen oder einem Platz machen weil man ja sicher professionell unterwegs ist und einen Auftrag hat :D Das macht einem das Leben manchmal wirklich leichter ... auch wenn man mal irgendwo herumläuft wo man eigentlich nichts verloren hat um eine andere Perspektive zu bekommen. Klingt komisch, ist aber so.



Ich habe lange überlegt ob es mir das Geld Wert ist aber ich bin absolut happy mit der Entscheidung es anzuschaffen und würde es definitiv wieder tun! Ich tendiere dazu mir meine Objektive neu zu kaufen aber dieses Objektiv kann man sicher auch billiger gebraucht bekommen. Die Verarbeitung ist genial und ich bin mir ziemlich sicher, dass es viele Jahre überleben wird wenn man etwas darauf achtet.


Mittwoch, 20. März 2013

Think Tank Retrospective 20

Gerade habe ich meine neue Kameratasche ausgepackt und zum ersten Mal befüllt. Ich habe mich für die Thinktank Retrospective 20 (Amazon) entschieden um endlich eine Umhängetasche zu haben in der ich alles mitnehmen kann, die aber nicht sofort als Kameratasche auffällt.


Der erste Eindruck ist einfach herrlich. Die Tasche ist insgesamt wertig und man hat von vornherein ein gutes Gefühl. Das Aussenmaterial ist durchaus dick und würde sicher auch einen leichten Regen problemlos überstehen, für ernsthaften Regen liegt ein Wetterschutz bei. Der Trageriemen ist breit und gut gepolstert, alle Metallteile wirken robust und absolut nicht billig.

Das Innenleben ist ebenso super verarbeitet und durchdacht. Jede Menge Taschen im Innenbereich laden dazu ein für jedes Teil einen Fixplatz zu belegen und dann hat man immer noch Raum für den üblichen Kleinkram den man so dabei hat. Im Bedarfs Fall kann mit diesem Bag der Kleinkram auch mal etwas größer oder umfangreicher ausfallen.

Man merkt sofort, dass Thinktank Erfahrung mit Foto Taschen hat denn ein so gut durchdachtes Raumkonzept ist mir bisher nicht unter gekommen.

Die D800 passt problemlos auch mit dem angesetzten 70-200 hinein - hier muss man aber die Sonnenblende umdrehen. Hat man das Tele gerade nicht montiert hat eine andere Linse, bei mir das 28-75, auch mit Sonnenblende perfekt Platz. Das etwas größere Nikon 24-70 würde ebenso noch passen.

Die aussen liegenden Taschen auf jeder Seite sind mir persönlich recht wichtig. Ich habe darin üblicherweise eine kleine Flasche zum Trinken oder den Regenschirm. Bei der Thinktank gibt es auch noch eine Schlaufe an jeder Seite in denen etwa das Einbein Stativ mitgeführt werden kann. Das Giottos passt wunderbar und rutscht nicht durch. (Ach ja dafür muss ich auch irgendwann noch ein Review schreiben)

Ich habe die Tasche mal mit allem was ich habe beladen und es geht sich in der Tat alles aus. Man hat auch nicht das Gefühl, dass es eng ist wie ich es bei meinem Flipside 300 immer wieder habe wenn das Tele und Blitz dabei sind. Vollbeladen hat man natürlich schon etwas Gewicht auf der Schulter aber der breite Tragegurt verteilt das sehr gut.

Ich hatte diese Tasche schon recht lange im Amazon Wunschzettel aber ich war bisher immer zu geizig. Heute muss ich sagen, dass sie den Preis auf jeden Fall wert ist und ich wohl auch in Zukunft auf Thinktank zurückkommen werde wenn ich eine Kameratasche suche.


Ich werde dieses Review noch erweitern wenn ich mehr praktische Erfahrunge damit habe aber meinen ersten Eindruck musste ich einfach gleich los werden :) Wer mehr Details zu der Tasche sucht wird auf Youtube, der Thinktank Seite und diversen Blogs fündig weshalb ich hier nicht jedes einzelne Detail nochmal extra herausstellen möchte.


Freitag, 18. Januar 2013

D800 Eindrücke und Review

Es ist mittlerweile so weit und ich habe meine neue Nikon D800 (Amazon) zuhause :)
Ich möchte hier schrittweise meine Eindrücke schildern - vom ersten Auspacken bis zu einem tiefer gehenden Review. Dazu werde ich diesen Post einige Male aktualisieren denn im Moment bin ich noch nicht weit über Auspacken und erste Testshots hinaus.

Erster Eindruck:
Beim Auspacken merkt man sofort, dass man mit der D800 im Pro Segment angekommen ist denn die Verarbeitung und Haptik ist absolut vortrefflich (Sollte man in dieser Preisklasse aber auch erwarten können). Das Zubehör ist Nikon-typisch und in in Wahrheit bei ziemlich jeder Nikon das Selbe.

Der Geruchstest nach dem Auspacken (Thx +Jared Polin for making me smell on each new item :D) meldet einen angenehmen Duft ohne den oft üblichen Plastiktouch. Das Magnesiumgehäuse merkt man nicht nur im Geruch sondern es greift sich einfach anders an. Ich kann das schwer beschreiben und es ist sicher auch juhuu-neues-Spielzeug-Feeling dabei aber irgend etwas ist anders ... ich kann es nur jedem mal empfehlen sie im Laden in die Hand zu nehmen wenn man darüber nachdenkt eine zu kaufen.

Im Vergleich zur D7000 ist die D800 schon größer und auch schwerer - beim ersten Test im Laden bevor ich mich dafür entschieden habe ist es mir allerdings schlimmer vorgekommen. Die 200g fallen durch das mehr an Handauflagefläche nicht so sehr auf. An der D7000 war für meine Finger am Body der Platz schon recht knapp, an der D800 passt das ideal.

Anpassung der Settings ging recht schnell denn die Abweichungen zur D7000 sind nicht so gravierend.

Das 50mm das an der D7000 schon fast groß gewirkt hat ist nun im Verhältnis merklich kleiner, das Tamron 28-75 passt jedoch sehr gut dazu. Auf meine vorhandenen Objektive gehe ich später noch genauer ein.

Ich verwende aktuell eine Lexar 32GB x800 CF Karte und habe 14bit mit verlustfreier Komprimierung der RAWs aktiviert. Die Dateigröße ist mit einem Bereich um 50MB natürlich nicht gerade ohne aber mit einem USB3 Cardreader ist der Download auf den PC dennoch recht flott. Ich hatte ehrlich gesagt etwas Angst vor der Dateigröße - mein Rechner ist zwar ziemlich neu und alles andere als schwachbrüstig aber nachdem der Lightroom bei mir in einer VM läuft (Linux User) hatte ich doch meine Bedenken. Meine Lightroom VM lief bei 4 Cores und 8GB RAM problemlos bei den Testshots, ich habe dennoch auf 8 Cores und 16GB RAM hochgeschraubt da im Normalfall mehr als nur ein paar Testshots importiert werden und das Rechnen der Vorschauen so einfach schneller wird. Insgesamt dauert es schon etwas länger ein 36MP RAW zu öffnen als 16MP aber es ist auf meinem Rechner verkraftbar.


Bildqualität:
Kurz gesagt ... beeindruckend! Die 36MB erlauben eine Detailauflösung wie ich sie bisher nicht kannte. Meine ersten Tests waren dabei aber nur bedingt aussagekräftig da es generell die ersten Shots mit der Kamera waren und eher gedacht um die Objektive abzuschätzen. Das Ganze noch am Abend bei Kunstlicht und high ISO.

Zur ISO kann ich jetzt schon sagen, dass ich an der D7000 selten auf über 800 gegangen bin weil ich ungerne in die Rauschreduktion gehe. Die D800 sieht auch in der 100% Ansicht bei ISO 1600 gefühlt besser aus. Wenn man hier noch auf die gleiche Größe skaliert ist vom Rauschen nicht mehr viel übrig und an dieser Stelle habe ich den Regler für die Rauschreduzierung noch nicht mal angegriffen. Beeindruckend!

Ich werde dieses Wochenende noch deutlich mehr Tests mit meinen Objektiven in realen Einsatzbereichen machen und dann auch ein paar Beispielbilder liefern.

Objektive:
Wie gesagt kann ich bisher erst minimale Aussagen über die Qualität treffen weil ausführliche Tests bei unterschiedlichem Licht noch fehlen. Somit nur ein paar erste Eindrücke:

Nikon 50mm 1.8: An der D7000 mein Lieblingsobjektiv ist es auch an der D800 sehr angenehm - nun aber wirklich 50mm.
Tamron 28-75 2.8: weist offen eine sichtbare Vignette auf aber zur Schärfe und Auflösung gibt es nichts zu meckern. Das 24-70 kann also noch eine Weile warten.
Tamrom 70-200 2.8: offen ebenso eine leichte Vignette aber in den ersten Tests sehe ich keine auffallenden Schwächen. Auch dieses Objektiv wird mich daher noch eine Weile begleiten.


Update 1:
Mit dem 28-75 war ich heute testweise etwas in Linz unterwegs. Das Licht war etwas unaufregend aber ich musste einfach raus und etwas testen. Das Tamron verhält sich an der D800 absolut fein und auch wenn das letzte Quäntchen Qualität wohl erst mit dem Nikon Äquivalent herauszuholen ist, ist das im Format fürs online stellen wohl reichlich egal. In Lightroom ist es eine Freude in die Shots hinnein zu zoomen und immer noch Unmengen Details vorzufinden.







Bisher bin ich schlichtweg begeistert von der Kamera. Es gibt noch Unmengen Dinge auszutesten aber ich möchte keine Testcharts fotografieren - ich empfinde das als nutzlos. Ich werde entweder hier weitere Updates machen oder einfach einen 2. Teil meines Reviews beginnen. Ich werde auch meine früheren Reviews zu den Objektiven mit Updates zur Nutzung an der D800 updaten sowie ich genug Erfahrung damit gesammelt habe.

Falls sich jemand fragt ob die D800 alltagstauglich ist - sie ist es uneingeschränkt. Ja sie ist etwas schwerer aber auch ohne jedesmal ein Stativ mitzunehmen kann man natürlich fotografieren. Will man eine Fototapete gestalten sollte man eventuell doch auf das Stativ zurück greifen um das letzte bisschen Schärfe zu erhalten aber ansonsten sehe ich keinen Grund anders loszuziehen als mit einer D7000.


Update 2:
In diesem Post habe ich ein Foto das mit dem Tamron 70-200 entstanden ist abgelegt. Eigentlich ging es mir dort darum zu zeigen wie viele Details auch bei massivem Zoom-In noch vorhanden sind aber das Foto kann auch als Hinweis zur Qualität des Objektivs dienen. Ich werde auch dieses Objektiv noch eine Weile behalten denn der VR des Nikon 70-200 ist mir nicht so wichtig und die Bildqualität passt auch am Tamron.

Der Brennweitenbereich ist an einer FX deutlich vielseitiger als an einer DX und das Gewicht ist auch deutlich angenehmer balanziert. Das 70-200 sorgt natürlich immer dafür, dass man nicht unbemerkt bleibt denn klein ist dies Kombination nicht gerade.

Aktuell fehlt mir noch Erfahrung am 50mm. Ich hatte es zwar schon einige mal angesetzt aber habe dann doch meist auf das 28-75 gewechselt. Mit der D800 ist Lichtstärke relativ da man sowieso abblendet und die gute ISO Fähigkeit fast keine Qualitätseinbußen hat. Bisher war ich meist so unterwegs, dass ich einfach durch die Stadt gestapft bin ohne ein genaues Ziel zu haben - generelle Tests eben ohne spezielles Setting - und da war mir die Vielseitigkeit der beiden anderen Objektive immer wichtiger.  Ich muss hier auch zugeben, dass mir an DX die 50mm viel sympatischer waren als die 35mm (nach Crop 52,5mm). Leichtes Tele liegt mir persönlich einfach mehr als die Normalbrennweite - an FX wäre dann wohl 85mm die passende Fixbrennweite für mich. Davor steht jedoch das Nikkor 14-24 auf der Einkaufsliste und irgendwie will ich dann das 85 f1.4 und das ist preislich auch schon wieder recht happig. Naja hat ja Zeit...

Update 3:
In diesem Post habe ich fast ausschließlich Fotos die mit dem 50mm entstanden sind eingestellt. Ich muss meine Aussage von oben korrigieren - 50mm an FX sind auch super. Nachdem ich zuvor das 50mm sehr viel an der D7000 hatte war ich einfach das leichte Tele gewöhnt aber man stellt sich recht schnell darauf ein.

Der AF der D800 hat bei mir bisher noch keine Schwäche gezeigt und auch, dass ein Fokuspunkt generell nicht trifft kann ich zumindest für mein Exemplar nicht bestätigen. Der AF ist sehr treffsicher und schnell und die 51 Fokusfelder erlauben eine sehr gute Platzierung. Am Tamron 70-200 ist mir jedoch aufgefallen, dass er sich nicht so leicht entscheiden kann. Gerade bei kleineren Fokuszielen kann er schon etwas brauchen was aber hauptsächlich daran zu liegen scheint, dass das Objektiv wirklich langsam fokussiert. Das war an der D7000 auch schon so und ist auch so ziemlich mein einziger Kritikpunkt an dem Objektiv aber irgendwo muss der Preisunterschied zum Nikon ja herkommen. Konkreter Fall war eine Möwe bei 200mm bei der immer wieder auf den Hintergrund fokussiert wurde und das eigentliche Ziel immer mal wieder out of focus ging. Wäre der AF schneller wäre das kein Thema aber auf diesem Objektiv war es dann doch so, dass ich keine Auslösefreigabe bekommen habe weil es noch fokussiert hat. Das ist aber keine Kritik an der D800 denn das liegt klar am Objektiv. Ich kann damit leben und irgendwann hol ich mir sowieso das Nikkor aber davor habe ich noch 2 andere Linsen auf der Liste.

Mir ist aufgefallen, dass ich wieder bewusster auf die Composition achte. Mit der D7000 habe ich zuletzt immer wieder einfach abgedrückt und dann in der Nachbearbeitung aussortiert. Ich denke es ist ein Nebeneffekt der größeren Dateien wodurch man einfach psychologisch eher versucht Müll gar nicht erst zu produzieren und durch den Import zu schleusen. Mal sehen ob das anhält :)

Was ich bald noch holen möchte ist eine Handschlaufe. Ich halte die Kamera meist einfach in der Hand da ich nicht immer den Blackrapid nehme. Im Winter mit dicker Jacke ist er nicht so ganz ideal und ich habe die Kamera meist in der Tasche dabei auch wenn ich nicht vorhabe ernsthaft zu fotografieren. In diesem Szenario will ich trotzdem noch eine Sicherung haben und aktuell denke ich an das Ding. Erscheint mir die beste Lösung zu sein denn andere Handschlaufen können einem leicht im Weg sein wenn man Hochformat fotografiert oder den Fokuspunkt verschiebt. Dieses Modell ist vorrangig eine Sicherung - also genau das was ich will.

Zur Belichtungsmessung möchte ich auch noch etwas sagen. An der D7000 habe ich bei Matrixmessung üblicherweise die Belichtung immer zu niedrig gesetzt da sie sonst meiner Meinung nach übersteuert war. An der D800 ist die Matrixmessung im Vergleich absolut perfekt! Stelle ich laut internem Belichtungsmesser auf korrekt belichtet ein ist das unter normalen Umständen auch exakt der Fall. Die Umstellung der Belichtungsmessung (Spot, Matrix) gefiel mir bei der D7000 besser, an der D800 hat man einen eigenen Drehschalter den man nicht direkt erwischt ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. In den meisten Fällen ist das egal da man eh vorher schon weis wie man messen muss aber dennoch. Das ist bisher der einzige Punkt wo mir die Bedienung an der D7000 besser gefallen hat auch wenn der Schalter natürlich von der Haptik usw. perfekt ist.



Ich denke dieser Post ist lange genug und ich möchte ihn hier abschließen. Wenn ich noch mehr D800 spezifische Posts schreibe werde ich diese hier verlinken damit sie an einer Stelle zusammenlaufen. Damit bleibt mir hier noch Platz für ein kurzes...

TLTR

Die D800 ist eine beeindruckende Kamera die definitiv auch für den geneigten Amateur gut zu verwenden ist. Wer einen hohen Serienbildspeed braucht sollte die Finger davon lassen aber ansonsten ist sie großartig auch im Alltag zu verwenden. Wer die Kamera primär manuell einstellt (oder Halbautomatik) hat hier das perfekte Arbeitsgerät. Wer einfach nur in Vollautomatik abdrücken will kann sein Geld sicher sinnvoller loswerden auch wenn sie das grundsätzlich auch kann. Der Vollformatsensor bietet eine großartige Bildqualität und das Rauschverhalten ist trotz der enormen Auflösung sehr gut.

Montag, 10. Dezember 2012

Blackrapid R-Strap RS-Sport

Heute möchte ich wieder ein kleines Review schreiben. Diesmal geht es um den R-Strap Sport (Amazon) von Blackrapid.

Gleich eines vorweg - billig ist dieser Strap nicht gerade aber man bekommt auch etwas für sein Geld und zumindest ich gebe lieber mehr aus und habe dann die Sicherheit, dass die Kamera nicht plötzlich am Boden landet. Es gibt zwar auch Meldungen, dass damit jemandem die Kamera auf den Boden gekracht ist aber wie man das schafft erschließt sich mir aktuell nicht.

Der RS-Sport wird über die Schulter getragen und mit einem zusätzlichen Band gesichert womit der Gurt selber nicht durchdrehen kann. Die Kamera wird mit einer Schraube an der Tripod Schraube befestigt und über einen Karabiner am Gurt fixiert. Die Kamera hängt damit angenehm an der Hüfte und kann sehr schnell hochgezogen werden. Man hat die Hände frei und die Kamera ist trotzdem ordentlich gesichert.

In meinen ersten Tests ist der Tragekomfort einfach genial und auch mit dem 70-200mm hat man durch den breiten Schulterpolster nicht das Gefühl schwer zu tragen. Ich hatte die Kamera früher eigentlich immer in der Hand weil der Tragegurt um den Nacken mit der Kamera vor der Brust für mich nie angenehm war. Ich rede hier nicht vom Standard Gurt der mit der Kamera mit kommt sondern schon einer besser gepolsterten Variante von OP Tech.

Mit dem R-Strap, D7000 + 50mm merkt man die Kamera fast nicht und hat sie dennoch jederzeit griffbereit und dabei noch die Hände frei! Geniales System gepaart mit sehr guter Verarbeitung gibt von mir alle Daumen nach oben. Einziger Kritikpunkt ist der Preis aber das ist man ja bei diesem Hobby gewohnt.


Produktvideo: http://www.youtube.com/watch?v=I-MywUN2MWQ

Das review von Matt Granger (thatnikonguy) finde ich auch sehr gut und ausführlich: http://www.youtube.com/watch?v=9K7Eol0swpA

Ich gehe rechtlich mal auf Nummer sicher  und bette die Videos nicht ein (https://netzpolitik.org/2013/risikofaktor-einbettung-youtube-twitter-und-das-urheberrecht/)

Den Rest der Woche habe ich Gelegenheit den Strap Hardcore zu testen da ich bei einer Konferenz fotografieren werde. Das bedeutet 3 Tage die Kamera laufend dabei haben und das die meiste Zeit mit dem 70-200 um nicht vorne die Vorträge zu stören. Als ich das vor einem halben Jahr nur nebenbei gemacht habe, das war die Teilnahme an der Konferenz der Hauptfokus, habe ich das ernsthaft in den Händen gespürt - das wird dieses mal wohl um einiges besser sein.

Am Wochenende wird es zu diesem Post also noch ein Update nach 3 Tagen Daueranwendung geben!

Update 14.12.2012
Wie versprochen noch ein Update nach ein paar Tagen Daueranwendung :)
Der Strap ist großartig! Er kommt einem nicht in die Quere, auch mit dem 70-200 hat man nicht das Gefühl schwer zu tragen und ich möchte ihn absolut nicht mehr missen!
Was auch ganz angenehm ist, ist die Möglichkeit das Tele einfach am Strap hängen zu lassen wenn man auf ein anderes Objektiv wechselt. Je nach Räumlichkeiten habe ich immer wieder auf das 28-75 gewechselt und hatte trotzdem das Tele immer gut gesichert dabei.

Update 18.01.2013
Wie es nicht anders zu erwarten war ist der Strap auch in Verwendung mit der D800 großartig. Nachdem die D800 schwerer ist kommen die Vorzüge dieses Systems sogar noch mehr zum Tragen.
Ich werde mir wohl noch eine Bryce Zusatztasche dafür holen womit dann auch Handy oder etwas Geld direkt am Strap Platz findet.

Sonntag, 23. September 2012

Review Nikon AF-S 50mm 1,8 G


Ich habe zwar noch bei weitem nicht alles ausgelotet was man mit dieser Linse machen kann aber dennoch möchte ich gleich mal mit einem Review starten. Was speziell noch fehlt ist der Portrait Usecase aber den werde ich einfach nachreichen :)

Es geht in diesem Post um die 50mm Fixbrennweite von Nikon, sprich das AF-S Nikkor 50mm 1.8 G (Amazon).
Das Objektiv ist FX tauglich was für mich erst mal keine Rolle spielt - dennoch ist es angenehm da man an einem DX Body den Sweetspot im Center nutzt. Die Abbildungsleistung empfinde ich als sehr gut und auch bei Offenblende durchaus vertretbar. Abgeblendet gewinnt man natürlich an Schärfe dazu.

Für mehr technische Backgrounds möchte ich auf die photozone verweisen: http://www.photozone.de/nikon_ff/631-nikkorafs5018ff

Montiert an der D7000



Auf was ich noch mehr eingehen möchte ist das Gefühl das Objektiv zu nutzen.

In der kurzen Zeit in der ich es nun habe ist es von meiner D7k nicht mehr runter gekommen! Die 50mm sind für sehr viele Bereiche angenehm nutzbar und es fühlt sich einfach richtig an der Kamera an!

Die Linse ist wunderbar leicht und auch mit der Gegenlichtblende noch angenehm klein und passend.

Wenn ich es mit dem 35mm vergleiche entscheide ich mich momentan für die 50mm weil der Frame  subjektiv etwas angenehmer ist. Ich kann das schwer an Zahlen festmachen und das sieht wohl jeder anders aber der etwas engere Blickwinkel führt bei mir automatisch zu einer etwas anderen Bildgestaltung. Die 35mm an DX sind eben eine klassisch Normalbrennweite, also dem was man direkt sieht sehr ähnlich. Das 50mm ergibt an DX 75mm was ein leichtes Tele darstellt und damit erhält man eben direkt ein anderes Bild wenn man durch den Sucher blickt - das zwingt sofort sich Gedanken über die Komposition zu machen.



Beispielfotos
Was wäre ein Review ohne ein paar Fotos? Wie gesagt fehlen mir noch die Portraits aber die werde ich dann bei Gelegenheit hier nachreichen.



Die folgenden Shots sind beide mit Offenblende aus der Hand gemacht also man kann sehr gut auch in der Nacht noch Fotos machen :)




Mein Fazit:
Wer gerne Fixbrennweiten verwendet sollte sich diese Linse wirklich kaufen! Sie ist für die Qualität die sie bietet wirklich als billig zu bezeichnen und diese Aussage meint nicht, dass die Verarbeitung schlecht wäre. Aktuell gibt es das Ding für 175€ bei Amazon (http://www.amazon.de/Nikon-AF-S-NIKKOR-50-Objektiv/dp/B004Y1AYAC)


Freitag, 14. September 2012

Cullmann Madrid Maxima 230 Fototasche

Es ist wieder mal Zeit für ein kleines Review :)

Diesmal geht es um meine neue Fototasche die folgende Anforderungen erfüllen sollte:

  • klein genug für jeden Tag
  • genug Platz für Kamera und ein Zusatzobjektiv (klein)
  • Platz für mein übliches Zeug 
  • die Kamera immer dabei ohne unnötigen Ballast!
Mit diesen Anforderungen bin ich bei der hier gelandet:

Cullmann Madrid Maxima 230 (Amazon)

Heute ist sie gekommen und ich habe gleich mal eingepackt und etwas mit dokumentiert ;)

Die Verarbeitung ist gut und ich bin guter Dinge, dass das Material lange durchhält und auch Regen gut aushält. Das Innenleben ist sehr variabel auch wenn ich nicht sicher bin ob es tägliches Umbauen recht lange mitmachen würde - aber das macht man üblicherweise eh nicht.

Die Größe ist genau richtig für meinen Usecase. Zum Vergleich einfach mal ein Standard Taschenbuch daneben:



Im Hauptfach hat man genug Platz um eventuell auch noch einen Blitz einzupacken aber ich habe in einem seitlichen Bereich Ladegerät fürs Handy, Brille und die Kopfhörer. Im vorderen Fach hat gut der Kindle, Geldtasche, Schlüssel und weiterer Kleinkram Platz.


Die D7000 passt mit dem Tamron 28-75mm 2,8 sogar mit aufgesteckter Sonnenblende noch perfekt rein. Die Höhe passt also und wenn man etwa das 35mm drauf hat könnte man drunter wohl auch noch das 50mm einräumen. Das 35mm ist bei mir aber im Seitenfach da ich meist das Tamron nutze.

Voll bepackt sieht das dann so aus:




Hinten gibt es auch noch ein Fach mit Reißverschluss und einen Haltegriff. Wenn man verreist kann man den Haltegriff sicher auch verwenden um den Bag am Trolly zu befestigen :)


Mein Fazit nach dem Einräumen: Perfekt für das was ich wollte!

Ich werde den Post updaten  wenn ich längere Erfahrung mit der Tasche habe.


Update 18.01.2013
Ich hatte beim Upgrade auf die D800 Angst, dass sie nicht mehr in diese Tasche passt. Wer vor der Frage steht sich dieses Modell anzuschaffen dem kann ich bestätigen, dass die D800 Platz hat. Wenn allerdings auch noch ein Batteriegriff dran soll ist Schluss mit lustig und sie wird nicht mehr breit genug sein.

Das Tamron 28-75 passt auch an der D800 noch angesetzt perfekt in die Tasche. Der SB700 war allerdings bereits bei mit der D7000 problematisch aber möglich. Er ist einfach ein wenig zu hoch aber wenn man ihn an der richtigen Seite platziert geht sich auch das aus. Ich würde diese Tasche allerdings nicht mehr empfehlen wenn größere Objektive vorhanden sind. 50mm ist kein Problem aber viel mehr wird schwer. Wer sie hat braucht keine neue aber extra für die D800 empfehlen möchte ich sie nicht mehr sofern man nicht wirklich nur ein angesetztes Objektiv + 50mm mitnimmt.

Ansonsten möchte ich an dieser Stelle auch sagen, dass ich die Fächer die die Tasche etwa vorne bietet absolut nicht nutze. Der Platz ist doch eher knapp bemessen aber Handy, Block oder ähnliches ist kein Problem wenn man es denn will. Ich verwende jedoch meist eine der Innentaschen und werfe meinen Kleinkram dort hinnein. (Bild mit der D800 in der Tasche folgt bei Gelegenheit)

Sehr angenehm sind auch die beiden Taschen die rechts und links unter dem Tragriemen vorhanden sind. Wenn man dort etwas verstaut wird der Platz innen geringer aber mein Regenschirm oder ein Tischstativ haben ideal Platz.

Update 09.10.2013
Ich verwende die Tasche immer noch obwohl das 28-75 dem noch größeren Nikon 24-70 gewichen ist. Die Tasche ist damit definitiv voll aber mit umgedrehter Sonnenblende hat die D800 damit schon Platz. Ich habe dazu einen Seitenteil ganz zur Seite geschoben und habe innen nur noch ein Fach - für einen Zusatzakku und Kleinkram ist aber immer noch genug Platz. Keine Ahnung ob ich Sie für die D800 nochmal kaufen würde aber wenn man die Tasche hat passt das schon.

Sonntag, 6. Mai 2012

Corel After Shot Pro

Nachdem ich wieder auf Linux als Basis Betriebssystem umgestiegen bin (http://mydevrand.blogspot.com/2012/04/ubuntu-1204-lts.html) betreibe ich Lightroom aktuell in einer VM. Das ist durchaus unpraktisch aber es funktioniert und ist auch von der Performance vertretbar.

Wenn man auf Linux umsteigt will man natürlich nicht dauernd weiter mit Windows Programmen arbeiten wenn es etwas nativ unter Linux gibt das den Use Case ebenso abdecken kann.

Mit Corel After Shot Pro habe ich denke ich genau den Ersatz gefunden den ich gesucht habe!



Das Tool ist noch relativ neu am Markt und wer erwartet, dass alles was in LR4 geht auch damit geht wird leider ein paar Abstriche machen müssen. Ich versuche einige Kernpunkte anzuschneiden ohne zu sehr ins Softwaredetail zu gehen.


  • Collections - After Shot hat auch Collections wie LR aber man muss diese nicht verwenden. Man kann 1:1 direkt aus dem Dateisystem loslegen. Das ist einerseits ganz angenehm, andererseits ungewohnt und anders (einfach mal wertfrei festgestellt).
  • Performance - After Shot ist gefühlt schneller als LR aber das kann auch damit zusammen hängen, dass etwas weniger Funktionalität vorhanden ist oder, noch wahrscheinlicher, die VM etwas Leistung bremst.
  • Funktionen - Wer mit LR3 arbeitet wird nicht viel Unterschied feststellen wenn es um das Bearbeiten eines RAWs geht. In LR4 wurde ja das RAW Processing etwas geändert und da ist natürlich ein Unterschied vorhanden.

Was mir fehlt - eventuell habe ich es nur noch nicht gefunden:
  • Dual Monitor Support
  • Watermark beim Export
  • Custom Toolboxes oder bessere Anpassung der vorhandenen
  • Kleinkram den man aus LR gewohnt ist (Overlay Informationen,...)

Aktuell muss ich sagen mir gefällt das Ding und wenn mir nicht während der Trial Periode grobe Probleme auffallen werde ich das wohl kaufen! Allein wegen dem Linux Support bin ich schon fast sicher ;)

Ich werde jetzt noch mit den Fotos vom Wochenende weiter machen dann könnt jeder selber entscheiden ob es gut ist.

Ein Testbild muss aber schon gleich sein:

PS:
Dieses Wochenende habe ich zum ersten mal ein Weitwinkel Objektiv so richtig schmerzlich vermisst. Habe mich dann auch gleich auf die Suche begeben und momentan ist mein Favorit das hier:
Tokina AT-X 12-24mm/f4.0 Pro DX II

Wer zu viel Geld hat und mir etwas schenken will kann sich hier gerne etwas aussuchen :)
Amazon Wunschzettel


EDIT:
So After Shot Pro gekauft! Alleine der Linux Support ist das Geld wert und die Umstellung geht recht schnell.
Das Manual habe ich noch vor mir aber ich denke da werden auch noch einige Dinge klarer wenn man das mal durchgelesen hat. Und ich habe mir sagen lassen, dass es natürlich ein Plugin gibt mit dem man ein Watermark machen kann ... mal schauen.


Edit 2:
Ich muss leider zugeben, dass ich wieder bei Lightroom gelandet bin. Der gesamte Workflow ist dort leider einfacher und schneller. Gerade wenn man mehr Fotos zur Bearbeitung hat ist der Zeitfaktor einfach ein Killer. 
Ich verwende After Shot immer noch aber eher für schnelle Edits bzw Single Exports. Das Produkt ist gut aber kann in letzter Instanz, für mich, leider nicht mit Lightroom mithalten. Der Linux Aspekt ist Hammer aber dafür bin ich nicht gewillt das Mehr an Zeit zu investieren.

Sonntag, 29. Januar 2012

Tamron 28-75 f2,8

Wie versprochen hier mein Review des Tamron SP AF 28-75mm F/2,8 XR Di LD Aspherical [IF] MACRO (Amazon).

Ich habe das Objektiv bei Amazon gekauft und war anfangs ganz happy habe aber relativ schnell festgestellt, das bei 28mm ein durchaus spürbarer Frontfokus bestand. Nachdem ich kurz mit Tamron in Kontakt war habe ich es zu Amazon zurück geschickt und habe Ersatz erhalten. An dieser Stelle muss ich sagen ich war begeistert vom Amazon Kundenservice der auch um 22:00 noch telefonisch erreichbar und höchst professionell ist!
Langer Rede kurzer Sinn: Das 2. Exemplar ist absolut top und makellos.

Das Tamron kommt mit Gegenlichtblende und mach sich an der D7000 sehr gut sowohl was die Größe als auch das Gewicht angeht. Es ist sofort zu meinem Immerdrauf geworden und hat vorerst das Nikon 35mm f1,8 in die Tasche verbannt.

Auf die technischen Details will ich nicht weiter eingehen da man die überall nachlesen kann und bleibe bei meinen subjektiven Eindrücken.

Die Verarbeitung ist schon wie beim 70-200 f2,8 sehr gut und wirkt absolut wertig. Der Zoomring ist nicht ganz leichtgängig und neigt zum Ruckeln was für Videos nicht so toll aber für Photos völlig irrelevant ist.

Der Autofokus ist exakt und ich empfinde ihn auch als schnell genug. Was dabei auffällt ist, dass der Fokusring mitdreht. Wenn man die Hand am Zoomring hat sollte man eigentlich nie so weit vorne dran sein aber es ist anfangs etwas ungewohnt. Meine Freundin kommentierte es als "cool" :)

Das Umschalten in den manuellen Fokus erfolgt über einen kleinen Schalter der auch gut erreichbar ist. Nachdem der Ring mitdreht und damit der Motor einfach ausgekuppelt wird kann man großartig fein justieren wenn man das mag. Beim Umschalten bleibt die letzte AF-Position perfekt erhalten.

Der wichtigste Punkt für mich ist ja die Abbildungsleistung und die ist bei diesem Objektiv einfach großartig! Das Objektiv ist auch auf Blende 2,8 gut zu verwenden auch wenn man da natürlich nicht die volle Schärfe erwarten kann. Blendet man etwas ab ist es rasier-messerscharf und jedes kleine Härchen ist perfekt scharf (da muss man in der Nachbearbeitung fast wieder Unschärfe rein machen damit auch das Model glücklich ist :D). Wenn ich die Qualität der Abbildung mit dem Nikon 18-105 vergleiche würde ich (und werde ich) das Tamron jederzeit vorziehen obwohl es keinen Bildstabilisator hat!

Nur noch als Anmerkung: das Objektiv kann auch an FX benutzt werden dazu kann ich aber nichts sagen weil die D7k eben DX ist.

So genug geredet ich zeig mal ein paar Shots:






Ich werde diesen Post immer mal wieder erweitern wenn ich nach längerer Erfahrung noch etwas anmerken will. Aktuell kann ich das Objektiv jedem wärmstens empfehlen!


Update 19.01.2013:

Das Objektiv bietet auch an der D800 keinen Grund für Beschwerden. Ganz offen hat es eine leichte Vignette aber das ist ja einfach korrigierbar. In diesem Post sind einige Shots die ich mit diesem Objektiv an der D800 gemacht habe.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Stativ Review

Wie versprochen möchte ich ein paar Zeilen zu meinem neuen Stativ schreiben.

Stativkopf: Giottos MH1311-652 (Amazon)

Stativ: Giottos MTL8350B (Amazon)

Für das Stativ habe ich mich hauptsächlich deshalb entschieden weil es relativ hoch auszuziehen geht und dabei im zusammengeschobenen Zustand noch klein genug ist um es an den Rucksack zu montieren. Das Gewicht war natürlich auch noch ein KO Kriterium da das beste Stativ nichts bringt wenn man es nicht mitnimmt weil es zu schwer ist.

Mit seinen 1,6 kg ohne Kopf ist es damit für die Größe recht angenehm mitzunehmen und doch schwer genug um nicht gleich um zu fallen. Wenn mal der Wind geht kann man an einem sonst nicht sichtbaren Hacken auch noch ein Gewicht befestigen.

Die Verarbeitung ist sehr gut und es hat auch keinen üblen Plastikgestank wie man es von diversen anderen Modellen liest. Die Schaumstoffpolsterung an den Beinen ist sehr griffig und wirkt so als würde sie lange halten.
Die Punktwasserwage (ich nenne das mal so) oben an den Beinen ermöglicht ein gerades Aufstellen auch auf schiefem Untergrund. Die Verschlüsse an den Beinen sind gut zu handhaben und die Beine lassen sich leicht ausziehen.



Die Beine haben in der Standardposition einen Anschlag der sich verschieben lässt um die Beine maximal auseinander zu spreizen. Auf diese Weise kann man dann auch bodennahe arbeiten - ob man das braucht oder dafür besser ein kleines Stativ nimmt kann ich momentan nicht beantworten aber es ist schön wenn man die Option hat.

Die Mittelsäule kann gelöst werden um sie zu drehen, etwa für Panorama Aufnahmen, und auch umgelegt werden was weitere Freiheitsgrade für die Komposition bietet.


Der Kugelkopf ist mit einem halben Kilo nicht unbedingt der leichteste aber er bietet dafür auch einiges. Die Verstellschrauben lassen sich leicht bedienen und haben eine angenehme Größe. Die Einstellung der Friktion ist angenehm leichtgängig und erleichtert die Positionierung der Kamera ungemein. Die beiden Wasserwagen in der Platte erlauben auch hier noch einmal eine exakte Positionierung.


Nachdem man schon die Mittelsäule des Stativs drehen kann bräuchte ich die Panorama Funktion des Kopfes nur bedingt aber die im Kopf ist um einiges präziser. Die Mittelsäule hackt beim Drehen je nachdem wie weit der Verschluss geöffnet ist leicht, die im Kopf fühlt sich eher an als hätte sie einen Dämpfer eingebaut und wirkt großartig.
Meine bisherige Maximallast war die D7000, Tamron 70-200 und der SB700. Dieses Gewicht hält der Kugelkopf ohne auch nur eine kleine Schwäche zu zeigen!




Fazit:
Das Bundle ist nicht ganz billig aber was die Verarbeitung, Stabilität und Flexibilität angeht habe ich keine Zweifel, dass sich die Investition ausgezahlt hat.